Heimatverband feiert Shisha-Verbot: „Lebensfreude in Siegen? Nicht mit uns!“

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Ein wichtiger Schritt im Kampf gegen die aufkommende Spaßkultur und Lebensfreude in Siegen wurde endlich durchgesetzt. Nach massiven Beschwerden und Protesten verschiedener Organisationen ist das Rauchen von sogenannten Shishas am Siegufer ab sofort verboten.

“Diese Entscheidung ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg, in dieser Stadt wieder Ruhe und Ordnung herzustellen”, freut sich Hans-Werner Dreisbach, Vorsitzender des Siegener Verbandes zur Erhaltung der heimatlichen Verbotskultur (SVEHV). „Seit es das neue Siegufer gibt, beobachten wir einen massiven Verfall der Grundwerte Siegens. Früher herrschte in der Stadt ab 22:00 Uhr Nachtruhe und Gesprächsverbot. Es wird Zeit, dass der aktuell vorherrschende Party-Ausnahmezustand endlich beendet wird.“

Wahre Worte. Wer heutzutage nachts das Siegufer erkundet, findet unerträgliche Zustände vor. Einige Unruhestifter sehen darin junge Menschen, die trinken, Musik hören, ungezwungen miteinander sprechen und sich des Lebens erfreuen. Der traditionsbewusste Siegerländer erkennt hier hingegen nur eines: Anarchie. Unkontrolliertes Amüsement ohne Aufsicht von Beamten im Herzen der Stadt. Am Schlimmsten:  Gruppen von Menschen, die ungezügelt dem Genuss einer fremdartigen Wasserpfeife aus dem orientalischen Raum, der sogenannten Shisha, frönen. Sittenverfall pur.

„Wo kommen wir denn da hin?“, fragt Dreisbach stellvertretend für tausende Siegener Bürger. „Wenn jeder hier bald seine individuelle Freiheit lebt, geht doch einfach der Charakter dieser Stadt verloren. Der Kampf gegen die fremdländischen Shisha-Raucher war lang und hart, doch wir werden weitermachen, das kann ich Ihnen versprechen.“

Dreisbach spricht aus, was viele sich inzwischen nicht mehr zu sagen trauen. Und der SVEHV hat all seine Ziele längst noch nicht erreicht. Sofort nach Bekanntwerden des Shisha-Verbotes wurden weitere Kampagnen angekündigt. Darunter die Forderung nach täglichen Einsätzen einer Hundertschaft, um „alle Kaugummi-Ausspucker“ hinter Gitter zu bringen, „tätowierte Kriminelle“ in Ihre Schranken zu verweisen oder „verbrecherische Ausländer“ zu identifizieren und in ihr Heimatland zurückzuschicken. Ebenfalls in der Diskussion: Staatstrojaner-Einsatz gegen küssende Pärchen. Wer da noch von Spießern in Siegen spricht, muss wirklich ein realitätsverleugnender Gutmensch sein.

Protest gegen das Shisha Verbot am Ufer gab es bisher nur von der extremistischen Partei DIE PARTEI: „Dort (ans Ufer) gehören Shishas hin, denn es musste dafür keine unschuldige Kneipe ihr Leben lassen.“ Als wir Herrn Dreisbach diesen Facebook-Post zeigen, lacht er nur kurz: „Stellen Sie sich mal vor, jetzt gäbe es noch mehr als ein oder zwei gute Kneipen in der Unterstadt. Der Zustand wäre doch nicht zum Aushalten. Das betrifft das gleiche Problem. Es geht doch nicht nur um die Shishas, es geht hier ums Prinzip. Diese neuartige Tendenz zur Weltoffenheit tut unserer Stadt nicht gut. Wir werden uns dafür einsetzen, dass Siegen wieder wird, wie es war. Das ist ein Versprechen an alle anständigen Bürger.“

Was ist Ihre Meinung  zum Thema? Befürworten Sie das Shisha-Verbot? Diskutieren Sie mit uns hier auf bier-siegen.de oder auf unserer Facebookseite. Wir freuen uns auf Ihre Kommentare!

1 Kommentar

  1. Jedes Kulturgut verkommt und wir durch den sinnlosesten Kram ersetzt. Grund: Alles was als toll betitelt wird wird dementsprechend gekauft. Die Sache ist gegessen. Trends veschlingen ursprünglich wirklich “tolle” Sachen.

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